B.5 Energieberichte Stadtverwaltung

Bearbeitungsstand: 11/2016

 

Das damalige Hochbauamt der Stadt Gütersloh (jetzt: Fachbereich Immobilienmanagement und Wirtschaftsförderung) hat im Jahre 1987 erstmals einen Energiebericht vorgestellt. Er beinhaltete zunächst nur Angaben zum Gasverbrauch von 25 städtischen Gebäuden. Inzwischen ist diese Untersuchung auf alle verbrauchsrelevanten Gebäude ausgeweitet worden. Sie enthält nun auch Daten zum Strom- und Wasserverbrauch.

Im Folgenden wird der Energiebericht 2016 mit den Daten von 2015 kurz zusammengefasst. Der vollständige Bericht mit den detaillierten Daten bis hinunter zur Ebene der einzelnen Gebäude kann beim Fachbereich Immobilienmanagement eingesehen werden. Dieser und die Energieberichte der vergangenen Jahre, sind auch zu finden im Umweltportal der Stadt Gütersloh. Eine CO2-Bilanz der Stadtverwaltung finden Sie dort als Indikator 1.

Energiemanagement

Um den Energieverbrauch zu minimieren wird vom Fachbereich Immobilienmanagement seit 1992 das Energiemanagement durchgeführt. Es umfasst einerseits das Energiecontrolling (Verbrauchserfassung und –auswertung) und andererseits die Betriebsoptimierung (Optimierung der Regelungen, Personalschulung, Gebäudeverbesserung). So wurde das Projekt E-fit initiiert und unter anderem 2006 Informationsseminare für alle Mitarbeiter durchgeführt sowie im Jahr 2007 Energiebeauftragte in allen Fachbereichen geschult. Seitdem finden regelmäßige Treffen der Energiebeauftragten statt. Zur Motivation aller Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen werden regelmäßig Energiespartipps veröffentlicht. Selbstverständlich wird auch bei Gebäudesanierungen dem Energiesparen eine hohe Priorität eingeräumt. Ferner ist der verstärkte Einsatz regenerativer Energien das Ziel der Stadt Gütersloh und des Energiemanagements. In den Energiebericht sind alle vom Fachbereich Immobilienmanagement betreuten Gebäude der Stadt eingegangen.

Energie- und Wasserverbrauch

Im Jahr 2015 betrug die Größe der beheizten Flächen, die vom Fachbereich Immobilienmanagement bewirtschaftet werden, 291.750 Quadratmeter. Die Verbrauchswerte von Energie und Wasser zeigt die Tabelle.

Verbrauchsdaten für städtische Gebäude 2015
beheizte Fläche 291.750 Quadratmeter
Heizenergieverbrauch 25.661 Megawattstunden
Stromverbrauch gesamt 10.321 Megawattstunden
 - davon Straßenbeleuchtung 2.809 Megawattstunden
Wasserverbrauch 91.358 Kubikmeter
CO2-Emission 6.359 Tonnen

Die Energieberichte der letzten Jahre und Jahrzehnte belegen deutlich den großen Erfolg des Energiemanagements der Stadt Gütersloh. Im Jahr 2015 sind jedoch die Verbrauchswerte gegenüber dem Vorjahr leicht gestiegen. Allerdings hat auch die beheizte Fläche weiter zugenommen. Der Stromverbrauch im Bereich der Straßenbeleuchtung ging gegenüber dem Vorjahr nochmals um 7,3 Prozent zurück. Dies ist auf eine effizientere Technik (z. B. LED-Leuchtmittel) zurückzuführen.

Kosten sparen durch Energiesparen

Diese Entwicklung ist nicht nur ein gewichtiger Beitrag zum Schutz der natürlichen Ressourcen, der Umwelt und des Klimas, sie spart auch in großem Umfang Kosten ein. Ohne Energiemanagement, den Einsatz moderner Technik, eine abgestimmte Verbesserung der Bausubstanz sowie das Mitwirken der Nutzer hätte der Haushalt 2010 mit den Verbrauchswerten von 1992 (Beginn des Energiemanagements) und den tatsächlichen Energiepreisen um circa 2,0 Millionen Euro höher veranschlagt werden müssen. Durch die Maßnahmen ab 2010 konnten 2015 Kosten in Höhe von über 500.000 Euro vermieden werden.

Dieser Erfolg muss Ansporn sein, auch zukünftig großen Wert auf die verschiedenen Maßnahmen zum Energiesparen zu legen. Ein Nachlassen in den Anstrengungen hätte unausweichlich einen Anstieg der Verbrauchsdaten und damit auch der Kosten zur Folge. Daher wird seitens der Stadt in den kommenden Jahren insbesondere in die vermehrte Nutzung alternativer Energien wie beispielsweise der Biomassenutzung investiert, die nachweisbar Kosten spart und CO2-Emissionen vermeidet.

Einsatz alternativer Energien

Durch 12 Holzfeuerungsanlagen, die mit einer Gesamtleistung von 1.700 Kilowatt in Betrieb sind, soll der CO2-Ausstoß weiter reduziert werden. 2015 wurden 16 Prozent des Heizverbrauchs durch Holz abgedeckt. Bundesweit lag der Durchschnitt beim Bezug von regenerativen Energien im Jahr 2013 bei 9 Prozent. Der Einsatz dieser regenerativen Energieart soll dort, wo es kostenmäßig und technisch Sinn macht, weiter ausgebaut werden.


Stadt Gütersloh, Fachbereich Umweltschutz; Letzte Änderung: 28.06.2018